Review: 17.7.2012

Sommerferien sind anscheinend Meetup-Zeit: Selten war ein WPMeetup im Daily Coffee bisher so gut besucht wie dieses. Neben den üblichen Verdächtigen des harten Meetup-Kerns hatten auch einige neue Teilnehmer/innen den Weg durch die Extreme von Sonne und Regen ans Nauener Tor gefunden. Als Thema stand der Kommerz auf dem Plan: Werbung schalten im eigenen Blog – was, wie, wann, wo und warum.

Von Erfahrungen aus erster Hand profitieren

Einmal mehr wurde an diesem Abend deutlich, was ein Meetup leisten kann und was es sonst einfach so nicht gibt in den nicht selten klosterzellengleichen Screen-Existenzen unserer Branche: Austausch im direkten Gespräch und Erfahrung aus erster Hand.

Würde ich vom Bildschirm im Büro aus vielleicht einen @macpod antwittern nach dem Motto: „Hey, erzähl‘ doch mal, wie machst du das mit den Anzeigen in deinem Forum?“ – wohl kaum.
Oder würde ich einen Kommentar bei @blogprofis hinterlassen wie: „Guten Tag, mir sind die Werbeflächen in Ihrem Blog aufgefallen, würden Sie mir mal bitte erklären, wie das alles funktioniert?“ – wohl kaumer.
Und würden 12 Leute, die sich teilweise noch überhaupt nicht kennen, an einem Dienstagabend vielleicht in einem Google-Chat zusammen finden und fleissig Insider-Erfahrungen austauschen? Wohl kaumstens.
Meetups eben. Dit rischtije Leben, wa! 😉

WPMeetup Potsdam Juli 2012
Da war die Runde noch überschaubar, später wurden es deutlich mehr. (Foto: @macpod)

Werbung, Banner, Ads & Co.

Wer (wie der Autor dieses Artikels) beim Thema Werbung im Blog bisher die Aussicht auf eine ausgedehnte Wissenslücke genießen konnte, konnte bei diesem Meetup voll auf seine Kosten kommen. Nachdem die Diskussion anfänglich einen schnellen Haken in Richtung Finanzamt geschlagen hatte, steuerte Michael auf Anfrage mit einem liebenswerten „Also, soll ich das vielleicht mal kurz strukturieren?“ das Gespräch zurück ins thematische Fahrwasser, sowie (wieder einmal) einen spontanen Insider-Talk vom Feinsten bei.

Ein einfaches Fazit lässt sich schwer ziehen zu einem so komplexen Thema, bei dem auch noch so viele Aspekte ganz individuell und zielgruppenspezifisch je nach Blog zu betrachten sind.

Verallgemeinernd lässt sich vielleicht ehesten sagen, dass die Zeiten von Trickserei und windigen dofollow-SEO-Spielchen (so es diese Zeiten denn in Wirklichkeit je gegeben haben sollte) mit den neusten Google-Updates endgültig vorbei sind – eine ermutigende Nachricht für alle Blogger/innen, denen das Thema Werbung bisher vielleicht aus eben dieser vermuteten Nachbarschaft zur Grauzone des Manipulativen eher suspekt erschienen war. Transparenz kann sich heutzutage nicht nur für den guten Ruf, sondern wohl tatsächlich auch in barer Münze auszahlen!

Schlussnuss

Offensichtlich brachte das komplexe Thema – trotzt erhellender Darstellung –  zwischenzeitlich den ein oder anderen Kopf zum Rauchen. 😉 Und obwohl auch in Potsdam manchmal der öffentliche Nahverkehr versagt, wird das WPMeetup im Juli für die meisten Teilnehmenden wohl sicher einen positiven Nachklang haben.

Veröffentlicht von

Caspar Hübinger

Web tinkerer, occasional speaker, Digital Marketeer at Human Made. Solemnly swears to be up to no good.

13 Gedanken zu „Review: 17.7.2012“

  1. Ja, es war wieder ein super Abend und eine tolle offene Runde mit Erfahrungsaustausch und Diskussionen.

    Ich habe mich gestern Abend gleich noch bei Amazon und Blogads anmelden wollen. Für alle die es auch vorhaben hier eine kleine Info: Bei Amazon müsst ihr ein richtiges Gewerbe anmelden. Wer also eher als Hobby einen Blog betreibt und nur ein Kleinunternehmer ist, kann bei Amazon leider nicht anfangen. Aber ob ich dafür extra eine UG oder ähnliches gründe? Wohl kaum, denn da kostet mich der Papierkram nachher vermutlich so viel Zeit, dass das die Einnahmen nicht lohnt.

    Bei Blogads habe ich mich aber mal angemeldet. Mal sehen wann die erste Werbefläche auf meinen neu gestalteten Blog weg geht 🙂

    1. Um ein Gewerbe anzumelden, brauchst du keine Gesellschaftsform. Du bist doch für die sowieso schon „Kleinunternehmer“, oder? Dann kannst du meines Wissens einfach den Antrag vom Gewerbeamt runterladen, etwas Passendes rein schreiben, die Gebühr latzen und gut. Vorsicht ist allerdings geboten bzgl. Zwangsmitgliedschaft in der IHK, das kann dann schon mal 40-50€ im Jahr kosten!

    2. Bist du sicher mit Amazon? Ich hatte das auch schon eingebunden als ich noch kein Gewerbe angemeldet hatte, und die Einkünfte als Nebenerwerb angegeben, rein privat.. Fragen die mittlerweile nach irgendeiner ID?

  2. Es war wie immer ein nettes und interessantes Treffen. Auch wenn mittlerweile wohl mehr Berliner, die nach Potsdam kommen dabei sind (auch ich habe anschließend knapp 60km auf dem Tacho) ist es nett, sehr nett.
    Es ist immer toll, neue Leute kennen zu lernen und nett zu plaudern.
    Allerdings ist für mich, wie bei allen Dingen im Leben, auch ein Wermutstropfen dabei.
    Die Location – ein typischer Laden der immer voll ist, weil man einfach eine tolle Lage hat. Leider leidet darunter sehr stark die Qualität der Speisen, die dazu auch noch im oberen Preissegment einzustufen sind.
    Schade, denn ansonsten würde alles stimmen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.